
Nur eine Minderheit der Autofahrerinnen und Autofahrer in Deutschland kassiert im Jahresdurchschnitt einen Strafzettel fürs Falschparken. Das Geld, das die Kommunen in die Verkehrsüberwachung stecken, ließe sich also sparen. Die wenigen Falschparker halten wir aus.
So soll an dieser Stelle freilich nicht wirklich argumentiert werden. So argumentieren allerdings immer wieder Gegner der Bürgergeld-Reform. Zuletzt Linken-Chefin Heidi Reichinnek, die vorbringt, die Zahl der Menschen, die sich den Jobcentern total verweigerten, sei „lächerlich“ gering. Das ist statistisch richtig. Falsch ist, daraus die Folge zu ziehen, die Sanktionen abzuschaffen. Denn allein die Existenz einer Sanktion hat Einfluss auf das Verhalten von Menschen - darauf beruht unser gesamtes Rechtssystem.
Zudem sind Sanktionen ein Gebot der Fairness. Eben nicht nur gegenüber den Steuerzahlern, sondern auch gegenüber denjenigen, die zu den Jobcenter-Terminen erscheinen und die sich bemühen, sich aus der Abhängigkeit des Staates zu befreien - denn das ist, da hat Heidi Reichinnek schon Recht, tatsächlich: die Mehrheit.

2 Kommentare
Knut
Herr Kugler, ich weiß ja nicht in welcher Stadt sie Leben, aber in meiner Stadt Fürth sind die Gebühren fürs Falschparken lächerlich niedrig. Und egal in welche Straßen man schaut. Überal steht eine große Anzahl der Autos in Teilen auf dem Gehweg. Behindern Fußgänger. Jeder Vogel der einen Stafzettel gekriegt hat, weil die Städte gezwungen werden, gegen die Gehsteigparkerei vorzugehen, kriegt gefühlt einen persönlichen Artikel in ihrem äh Blatt. Und 20 € Nachdenkgebühr vergleichen Sie ernsthaft damit, dass man armen Menschen das Existenzminimum zusammen streicht das sie mal richtig hungern düfen? Und sie wissen ja wahrscheinlich auch, dass das zum Großteil psychisch Kranke und Alleinerziehende trifft. Ich finde das unanständig. Wo ist den ihre Artikelserie über CumEx oder CumCum. Der letzte Kanzler hat ne Täter-Bank geschützt, der jetztige Kanzler war im Vorstand einer Firma die Banken und Reichen geholfen hat unseren Staat zu beklauen. Läuft immer noch. 50.000.000.000€ seit 2000
16.01.2026 19:34 Uhr