
Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (Sör) foliert derzeit sechs mobile Baumkübel am Sebalder Platz. Wie die Stadt meldet, sollen durch eine Grafik und den Einsatz einer speziellen Antigraffiti-Folie die Kübel zukünftig vor mutwilligen Schmierereien geschützt und die Entfernung von Graffiti leichter gemacht werden.
Ein Ziel, das sich durchaus lohnt: Die Stadt Nürnberg gibt derzeit rund 100.000 Euro im Jahr aus für die Beseitigung von Graffiti und Aufklebern im öffentlichen Raum. Angesichts klammer Kassen ein vermeidbarer Aufwand, den sich die Stadt nicht dauerhaft leisten kann und will. Künftig werde man sich vor allem auf politische, rassistische und sexistische Schmierereien konzentrieren, so Bürgermeister und Erster Sör-Werkleiter Christian Vogel kürzlich gegenüber unserer Redaktion.
Chef des Servicebetriebs Öffentlicher Raum Nürnberg ist zuversichtlich
Die Täter finanziell zur Rechenschaft zu ziehen, gelingt nur äußerst selten. Laut Vogel können nämlich nur Schäden, die frisch entstanden sind, in Rechnung gestellt werden, nicht aber andere Schmierereien, die vorher schon da waren. Und das, obwohl natürlich auch diese mit Blick auf ein ordentliches Gesamtbild entfernt werden müssen.
„Leider haben wir oft auch keinen Schädiger, dem man eine Rechnung stellen kann, da dieser schlichtweg unbekannt ist“, betont Vogel. Bei insgesamt 45 Fällen, die die Stadt im vergangenen Jahr zur Anzeige gebracht hat, war dies 27 Mal der Fall. Hier gingen Nachrichten von Bürgern über den Sör-Mängel-Melder ein. Nur in 18 Fällen waren die Schädiger bekannt, weil die Polizei sie gemeldet hat.
Maßnahmen wie die neuen Kübelbeschichtungen, die nun am Selbader Paltz getestet werden, sollen daher helfen, Kosten in diesem Bereich einzusparen. Sör-Werkleiter Vogel, sagt dazu: „Es freut mich sehr, die Kübel hier im historischen Ambiente zu sehen. Sie erfüllen einen doppelten Zweck: Schmierereien zu verhindern und gleichzeitig sind sie einfach schön anzusehen und man entdeckt beim Hinsehen so manches kleine Krabbeltier.“

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