Fürth - Ein mutmaßlicher Fall von Tierquälerei beschäftigt die Polizei: Unbekannte haben in Fürth sechs Meerschweinchen ausgesetzt. Die Tiere wurden womöglich in letzter Sekunde entdeckt und gerettet. Nun läuft die Suche nach Zeugen.
09.04.2026 17:06 Uhr

Bereits am Samstagmorgen (4. April) wurden vor dem Anwesen Ammonstraße 1 mitten in der Fürther Altstadt sechs Meerschweinchen – darunter vier Jungtiere – ausgesetzt aufgefunden. Einem Facebook-Post des Polizeipräsidiums Mittelfranken vom Donnerstag (09. April) zufolge befanden sich die Tiere in zwei kleinen Plastikboxen. In den Boxen waren sie eingesperrt, die Behältnisse überdies verpackt in einer Tüte.

Wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage sagte, wunderte sich ein Handwerker, der in dem betreffenden Haus zu tun hatte, über die herrenlose Plastiktüte auf den Stufen zur Eingangstüre. Bei näherem Hinsehen bemerkte der Mann, dass sich darin nicht etwa Müll, sondern Lebewesen befanden.

Meerschweinchen in Fürth ausgesetzt: Polizei sucht Zeugen - Vergehen gegen Tierschutzgesetz

Laut Polizei waren die Meerschweinchen, als sie gegen 9.15 Uhr entdeckt wurden, unzureichend mit Futter versorgt und nicht vor den niedrigen Temperaturen geschützt. Ihr Auffinden sei daher „reiner Zufall“ gewesen. Die Meerschweinchen, sagte der Sprecher, befänden sich nun in der Obhut des Tierheims Nürnberg. „Es geht ihnen gut.“

Die Polizei Fürth hat unterdessen Ermittlungen wegen eines Vergehens nach dem Tierschutzgesetz aufgenommen. Straftaten dieser Art werden mit Geldstrafen oder Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren geahndet. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (09 11) 75 90 50 zu melden.