Schwabach/Kammerstein - Ein Reifenplatzer kommt einen Lkw-Fahrer teuer zu stehen. Nicht nur, weil er sich nicht um den Folgeschaden gekümmert hat. So kam auch ans Licht, dass sein Sattelzug erhebliche Mängel aufwies.
10.04.2026 10:58 Uhr

Wegen „gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr“ muss sich ein 54-jähriger Kraftfahrer verantworten.

Laut Pressemitteilung der Verkehrspolizei Feucht war der Mann mit seinem Sattelzug am Donnerstag, 9. April, gegen 13.30 Uhr auf der A6 in Richtung Heilbronn unterwegs. Bei der Rastanlage Kammersteiner Land wollte er von der Autobahn abfahren. Dabei platzte ein Reifen des Sattelzuges direkt in der Ausfahrt.

Der Fahrer bemerkte den Reifenplatzer zwar, unternahm aber nichts, um die Beseitigung der Reifenteile in die Wege zu leiten. Ein unbeteiligter Lkw-Fahrer überfuhr mit seinem Sattelzug die Reifenteile und beschädigte den Unterboden seines Fahrzeugs massiv. Schaden: 17.000 Euro.

Und das war noch nicht alles: Bei der Kontrolle des Sattelzuges des Unfallverursachers stellten die Beamten der VPI Feucht „massive Defizite bei der Ladungssicherung“ fest. Der Rahmen des Sattelaufliegers war zudem bereits an einer Stelle gebrochen.

Der Fahrer musste sich um die Umladung der Ladung kümmern. Denn sein Lkw war nicht mehr fahrtüchtig.


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