
Ein „neues und unverwechselbares Gesicht“, einen „niedlichen und charmanten Sympathieträger“ - das haben sich die Verantwortlichen der Bayerischen Landesgartenschau 2027 in Bad Windsheim vorgestellt. Nun steht fest, dass Seekuh „Stellario“ künftig insbesondere Kinder und Familien durch das Ausstellungsgelände begleiten soll.
Wie die für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit zuständige Antonetta Schwesinger-Volkmar erklärt, hat die erfahrene Grafikerin Katharina Heer die Figur erschaffen. Alle seien von „Stellario“ auf Anhieb begeistert gewesen. „Es ist eine freundlich gestaltete Seekuh, die durch ihre rundliche, cartoonartige Form, ihre klaren Konturen und eine besonders sympathische Ausstrahlung überzeugt.“ Die Seekuh mit fränkischem Dreispitz, kurzer Hose und magentafarbenen Shirt mit weißen Blüten sei unverwechselbar. „Stellario verbindet spielerisch regionale Identität mit einem modernen, liebenswerten Erscheinungsbild“, erklärt Schwesinger-Volkmar.
Doch wie kam es zu „Stellario“? Der Bezug zu Naturforscher Georg Wilhelm Steller ist bewusst gewählt. Steller ist wohl der bekannteste Sohn Windsheims. „Auf einer Expedition entdeckte er im 18. Jahrhundert die später nach ihm benannte Stellersche Seekuh – ein Tier, das nur wenige Jahrzehnte später ausstarb“, erklärt Schwesinger-Volkmar. „Diese historische Verbindung macht Stellario zu einem Symbol für Entdeckung, Neugier und den bewussten Umgang mit Natur und Umwelt – zentrale Themen der Landesgartenschau.“
Das Maskottchen der Bayerischen Landesgartenschau Bad Windsheim als Plüschtier
Die Seekuh wird eine eminent wichtige Rolle bei der Gartenschau einnehmen, verrät Schwesinger-Volkmar, insbesondere im Kinder- und Jugendprogramm: „Er wird kleine Entdeckerinnen und Entdecker über das Gelände lotsen, spielerisch Wissen vermitteln und für unvergessliche Erlebnisse sorgen“, verspricht die Sprecherin. Zudem solle die Figur, „begeistern, verbinden und die Werte der Veranstaltung auf charmante Weise vermitteln“.
Wie Antonetta Schwesinger-Volkmar erklärt, wird „Stellario“ sowohl bei der Gartenschau vom 29. April bis 3. Oktober 2027 als auch schon im Vorfeld präsent sein, „als Fotomotiv, plüschiger Wegbegleiter oder Identifikationsfigur“. In den Shops soll es Seekuh-Kuscheltiere geben, ein „Walking-Act“, also einen „Stellario“ in einem lebensgroßen Kostüm, der über das Gelände flaniert, werde es aber nicht geben. Schwesinger-Volkmar ist überzeugt: „Bad Windsheim darf sich auf einen Sympathieträger freuen, der nicht nur Kinderherzen höherschlagen lässt, sondern die Landesgartenschau 2027 nachhaltig prägen wird.“
Auf dem Landesgartenschau-Gelände selbst gehen die Bauprojekte rasant voran. So werden unter anderem die Wege des zum Teil denkmalgeschützten Kurparks „behutsam saniert“, wie Schwesinger-Volkmar erklärt. „Der Kurpark in Bad Windsheim bekommt ein neues Gesicht – und bleibt dabei ganz er selbst. Zentraler Bestandteil dieser Maßnahmen ist die dringend notwendige Sanierung des Wegesystems.“
Viele Wege waren von Rissen und Unebenheiten im Asphalt geprägt. Die Baumallee des Kurparks liege den Verantwortlichen „sehr am Herzen“. Laut dem für den Bau der Daueranlagen bei der Landesgartenschau zuständigen Robert Sitzmann sei deshalb „viel Zeit und Sorgfalt wichtig, um sicherzustellen, dass die Bäume keinen Schaden nehmen“. Der Schutz der historischen Bäume habe höchste Priorität. Die ältesten Bäume des Parks wurden bereits 1740 gepflanzt.



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