Nürnberg - Beim Blitzermarathon werden am 15. April in Bayern an mehr als 1500 Stellen Radarkontrollen durchgeführt, auch in Nürnberg, Fürth oder Erlangen. Wer bei Tempoverstößen erwischt wird, muss auch bei geringen Überschreitungen mit hohem Bußgeld rechnen.
12.04.2026 10:29 Uhr

Offiziell nennt es sich in Bayern „Blitzmarathon“, alle sagen stattdessen „Blitzermarathon“ - und im Grunde ist es nur ein „Blitzersprint“. Die Aktionswoche mit vermehrten Radarkontrollen läuft eigentlich vom 13. bis 19. April. Die meisten Bundesländer wie etwa Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Thüringen und Hessen wollen an allen diesen Tagen verstärkt Temposünder blitzen. Bayern hingegen nimmt nur am Haupttag der Aktion teil. Dieser ist am Mittwoch, 15. April. Der Freistaat macht aus der „Speedweek“, wie die Aktion auch heißt, also einen „Speedday“.

Zumindest an diesem Tag steigt aber die Wahrscheinlichkeit, in Bayern bei Geschwindigkeitsüberschreitungen erwischt zu werden, deutlich an. Ab 6 Uhr morgens finden 24 Stunden lang verstärkte Kontrollen statt. Rund 2000 Polizistinnen und Polizisten sowie Mitarbeitende der kommunalen Verkehrsüberwachung sind an rund 1570 möglichen Messstellen beteiligt.

Bußgeld: Für Busfahrer ist es deutlich teurer als für Autofahrer

Schon kleinere Tempoverstöße machen sich im Geldbeutel empfindlich bemerkbar. Wer bis zu 10 km/h zu schnell ist, muss innerorts ein Bußgeld von 30, außerorts von 20 Euro zahlen. Bei 11 bis 15 km/h sind es bereits 50 und 40 Euro. Erstmals einen Punkt in Flensburg gibt es, wenn man 21 bis 25 km/h zu schnell fährt. Innerorts wird dafür zusätzlich ein Bußgeld von 115 Euro fällig, außerorts sind es 100 Euro.

Zusätzlich einen Monat Fahrverbot kann es bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 26 bis 30 km/h geben. Allerdings nur, wenn bereits zum zweiten Mal im Jahr ein solches Vergehen festgestellt wird. Fährt man mehr als 31 km/h zu schnell, ist der Führerschein bereits beim ersten Mal weg. Wer mehr als 70 km/h zu viel auf dem Tacho hat, ist seinen Führerschein für drei Monate los, bekommt zwei Punkte in Flensburg und muss innerorts 800 Euro zahlen.

Deutlich teurer wird es, wenn man statt eines Autos einen Bus mit Fahrgästen oder einen Transport von gefährlichen Gütern steuert. Dann werden bei einer Tempoüberschreitung von bis zu 10 km/h innerorts schon 70 Euro fällig, bei 16 bis 20 km/h zu schnell sind es bereits 320 Euro und ein Punkt in Flensburg.