Bremen/Nürnberg - Das Restprogramm ist schwer, dennoch glauben die Falcons wieder daran, ihr ursprüngliches Saisonziel noch erreichen zu können. Gegen favorisierte Eisbären Bremerhaven müssen Nürnbergs Basketballer beim 73:81 allerdings einen Rückschlag hinnehmen.
12.04.2026 17:20 Uhr

Die Frage lag nahe, aber Vincent Friederici wollte lieber über den Abend hinausblicken. Wie die Falcons den höchsten Sieg ihrer Vereinsgeschichte zu feiern gedenken, wollte Hallensprecherin Sophie Rose vom fleißigsten Nürnberger Punktesammler nach dem 99:58-Sieg gegen Bochum wissen. Gar nicht, sagte Friederici, „wir feiern erst, wenn wir unser Ziel erreicht haben“.

Das Ziel, das sich Nürnbergs Zweitliga-Basketballer vor der Saison gesetzt hatten, war das Erreichen der Playoffs. Nach acht erfolglosen Auftritten im Februar und März sprach allerdings niemand mehr von diesem Ziel, vielmehr ging es plötzlich darum, nur nicht abzusteigen.

Weil in der Pro A der Grat zwischen Himmel und Hölle aber oft ein schmaler ist und ein, zwei Siege nicht alles, aber sehr viel ändern können, durfte Friederici trotz des gerade gesicherten Klassenerhalts die Party-Pläne verschieben. Durch die Erfolge gegen Paderborn und Bochum hatten die Falcons das ursprüngliche Saisonziel rechnerisch noch einmal möglich gemacht, mit einer Überraschung gegen die bereits für die Playoffs qualifizierten Eisbären Bremerhaven wäre am Sonntag eine weitere Annäherung möglich gewesen.

Die Nürnberg Falcons holen in der Bremer ÖVB Arena noch einmal auf

Das klappte nicht. Trotz eines sehr seriösen Auftritts beim favorisierten Tabellenvierten. Nach drei komplett ausgeglichenen Vierteln erlaubten sich die Gäste im Schlussabschnitt ein paar Fehler zu viel, Endstand: 73:81 (20:18, 16:25, 21:18, 16:20) aus Nürnberger Sicht.

„Frei aufspielen“ könnten seine Mitspieler und er, sagte Friederici, als die Falcons in der Bremer ÖVB Arena angekommen waren, „wir schauen von Viertel zu Viertel“. Tatsächlich blieb die Mannschaft von Ralph Junge auch dann im Moment, als die über 4000 Eisbären-Fans lauter wurden. Keines der beiden Teams konnte sich zunächst absetzen, selbst den Rückstand von zwölf Punkten holten die Falcons im dritten Viertel wieder auf, die Nürnberger Ballverluste 15, 16 und 17 sorgten dann aber für die Entscheidung.


Info

Nürnberg: Chatfield 18 Punkte, Baskin 12, Friederici 12, Taylor 8, Köpple 6, Stoiber 6, Gkiouzelis 5, Lagerpusch 4, Feneberg 2, Eckert.