Bayreuth - Fahrgäste müssen am Dienstag mit Einschränkungen im Bayreuther Stadtverkehr rechnen.
13.04.2026 13:48 Uhr

Die Gewerkschaft Verdi hat für diesen Dienstag, 14. April, einen ganztägigen Warnstreik im Bayreuther Stadtbusverkehr angekündigt. Fahrgäste müssen mit erheblichen Einschränkungen rechnen, da nur rund die Hälfte des gewohnten Angebots aufrechterhalten werden kann. Die Stadtwerke Bayreuth setzen externe Partner ein, um einen reduzierten Notfahrplan zu gewährleisten und die wichtigsten Verbindungen abzudecken.

Der Streik betrifft ausschließlich den städtischen Busverkehr in Bayreuth. Regionalbuslinien anderer Anbieter und alle Regionalzüge der Deutschen Bahn sowie anderer Bahnunternehmen fahren weiterhin nach regulärem Fahrplan. Welche Busfahrten trotz des Streiks stattfinden werden, zeigt der eigens erstellte Streikfahrplan auf der offiziellen Webseite der Stadtwerke Bayreuth. Die elektronische VGN-Auskunft wird erst ab Dienstagmorgen die korrekten und aktuellen Fahrzeiten während des Streiktages anzeigen können.

Hoffnung auf schnelle und konstruktive Lösung

„Wir sind uns bewusst, dass diese Situation für unsere Fahrgäste sehr belastend und ärgerlich ist, und bitten daher um Ihr Verständnis und Ihre Geduld. Auch auf den fahrenden Linien kann es leider zu erheblichen Verspätungen kommen“, erklärte Stadtwerke-Sprecher Jan Koch gegenüber den Medien. Alle anderen Geschäftsbereiche der Stadtwerke, einschließlich der Strom-, Gas- und Wasserversorgung, arbeiten vollkommen normal weiter.

Geschäftsführer Markus Rützel äußerte sich besorgt und hofft auf eine schnelle und konstruktive Lösung des Tarifkonflikts: „Jeder Busausfall trifft direkt die Menschen, die täglich auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind.“ Die aktuellen Gewerkschaftsforderungen würden jedoch die Personalkosten dramatisch um etwa 25 Prozent steigern - das entspricht zusätzlichen Kosten von rund 1,5 Millionen Euro jährlich. Dadurch würde das bereits bestehende Defizit der Stadtwerke von derzeit 4 Millionen auf 5,5 Millionen Euro pro Jahr anwachsen. „Diese enormen Mehrkosten sind unter den gegebenen finanziellen Rahmenbedingungen schlichtweg nicht darstellbar und finanzierbar“, betonte Rützel eindringlich.