Schwabach/Roth - Die stellvertretende ST-Redaktionsleiterin Nina Kittsteiner vertritt die Nürnberger Nachrichten bei einem Treffen mit Bundespräsident Steinmeier am 21. April. Ziel ist es, die Bedeutung und Herausforderungen des Lokaljournalismus zu thematisieren.
17.04.2026 16:00 Uhr

Fundierter Lokaljournalismus - dafür steht der Verlag Nürnberger Presse. Doch dieser Lokaljournalismus leidet: an Umsatzrückgängen, die für viele Zeitungen mittlerweile zur existenziellen Frage geworden sind. Und das, obwohl Befragungen unter Mediennutzern immer wieder ergeben, wie wichtig ihnen gerade lokale Nachrichten sind.

Zum bundesweiten „Tag des Lokaljournalismus“ am 5. Mai macht ein breites Netzwerk an Zeitungsverlagen auf die prekäre Lage im „Lokalen“ aufmerksam - wenn die Nachrichten vor Ort verschwinden, ist das ein Einfallstor für undemokratische Meinungsmache. Das ist Konsens aller Verlage.

Bundespräsident empfängt 20 Nachwuchsführungskräfte

Eine brisante Entwicklung, der sich nun sogar Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier widmet. Vor diesem Hintergrund hat das Staatsoberhaupt 20 junge Führungskräfte von Lokalzeitungen am 21. April ins Berliner Schloss Bellevue eingeladen. Mit dabei: die Nürnberger Nachrichten in Person von Nina Kittsteiner, Stellvertretende Redaktionsleiterin der Roth-Hilpoltsteiner Zeitung und des Schwabacher Tagblatts.

Sie möchte ein Thema in den Fokus rücken: Der Herausforderung, der sich eine Lokalredaktionen täglich stellen muss; nämlich den Interessen von 18- bis 80-Jährigen gerecht werden; dabei die Kommunalpolitik nicht aus den Augen zu verlieren und dennoch auch unterhaltsam zu sein.

„Lokaljournalismus hat Zukunft, Nina Kittsteiner steht für diese Zukunft. Es ist wichtig, dass wir der Politik die Lage der privat finanzierten Presse spiegeln, denn wir brauchen einen verlässlichen Rahmen, um weiterhin unserer Rolle als vierte Gewalt gerecht zu werden“, sagt NN-Chefredakteur Michael Husarek.

Gerade die Kommunalwahl hat gezeigt, wie wichtig lokale Medienmacher sind, wenn es darum geht, Kontroversen, Gerüchte und knappe Ergebnisse aufzugreifen und einzuordnen, etwa bei der Abenberger Stichwahl. Und sie hat auch gezeigt, wie groß das Interesse an Kommunalpolitik plötzlich sein kann.