
Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume hat in Augsburg den bayerischen „Preis für gute Lehre“ an 20 herausragende Hochschuldozentinnen und Hochschuldozenten aus ganz Bayern verliehen. Fünf von ihnen stammen aus der Region.
An die Preisträgerinnen und Preisträger gerichtet sagte Minister Blume: „Sie machen Hörsäle und Seminarräume zu Orten der Inspiration. Ob digital, interaktiv oder besonders praxisnah – gute Lehre ist der Kompass für junge Talente.“ Der „Preis für gute Lehre“ wird hochschulartübergreifend an Lehrende staatlicher Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen sowie Kunsthochschulen verliehen.
Preise für „gute Lehre“ gehen auch an FAU, TH Nürnberg und Hochschule Ansbach
Die Auszeichnung ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert, die Preisträgerinnen und Preisträger werden von ihren Heimathochschulen vorgeschlagen; auch Studierende sind an der Auswahl beteiligt. Aus der Region wurden laut Mitteilung des Wissenschaftsministeriums folgende Personen ausgezeichnet:
Prof. Dr. Andreas Kist, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Technische Fakultät
In der Begründung des Ministeriums heißt es: „Professor Kist wird für seine herausragende und innovative Lehre ausgezeichnet, die durch exzellente Evaluationen, seine wertschätzende und begeisternde Art sowie besondere Nahbarkeit in Vorlesungen und Kleingruppen geprägt ist. Er fördert forschendes Lernen in zahlreichen Veranstaltungen. Professor Kist legt großen Wert auf Kompetenzentwicklung nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ und ermöglicht den Studierenden durch eine praxisorientierte Herangehensweise eigenständiges Lernen.“
Prof. Dr. Carolin Freier, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, Fakultät Sozialwissenschaften
Laut Ministerium verbindet Professorin Carolin Freier „Forschung und Lehre auf vorbildliche Weise und versteht beide Bereiche nicht als additive Elemente, sondern als symbiotisch miteinander verknüpfte Praxis. Im Studiengang Soziale Arbeit gelingt es ihr, klassische Methodenkompetenzen mit dem reflektierten Einsatz digitaler und KI-gestützter Werkzeuge zu verbinden. Ihre Lehrveranstaltungen sind interaktiv konzipiert, enthalten klare Feedbackschleifen und spiegeln ein konsequent umgesetztes Constructive Alignment wider.“
PD Dr. Philipp Arnold, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Medizinische Fakultät
Laut Ministerium begeistert Philipp Arnold „durch seine energiegeladene und lebendige Vermittlung anatomischer Inhalte, die nachhaltiges Lernen fördert. Als Dozent für Studierende des 1. und 2. Fachsemesters schafft er eine wertschätzende Lernatmosphäre, in der Fehler als Lernchancen gelten und Studierende motiviert werden, sich aktiv einzubringen. Er zeigt Innovationsfreude, passt Lehrformate kontinuierlich an und kommuniziert Lernziele und Prüfungsinhalte frühzeitig. Eine ausgeprägte Feedbackkultur und der konstruktive Umgang mit diesem Feedback ermöglichen kontinuierliche Weiterentwicklung.“
Prof. Dr. Sibylle Gaisser, Hochschule Ansbach, Fakultät für Technik
Hier lobt das Ministerium: „Professorin Sibylle Gaisser lehrt die Fachgebiete Biotechnologie, Biologie, Rekombinante Arzneistoffe und Bioethik. In ihrer Lehre praktiziert sie methodisch forschungsnahes Arbeiten mit Studierenden. Sie führt Studierende über mehrere Semester an Forschungs- und Anwendungsfragen heran: von Experimenten über Konferenzformate zu Entrepreneurship. Ebenfalls berücksichtigt ihre Lehre die KI-Nutzung in der Fachdisziplin mit deren Möglichkeiten und Risiken. Die Lehre von Professorin Gaisser steht für Methodenvielfalt. Die Jury hob insbesondere hervor, wie Professorin Gaisser durch ihre Lehre und ihr Engagement über Jahre hinweg einen Einfluss auf die Lehrkultur der gesamten Hochschule hat.“
Prof. Dr. Martina Otten, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Fakultät für Nachhaltige Agrar- und Energiesysteme
Ausgezeichnet wurde Martina Otten, die Chemie in den Fachgebieten Agrarwissenschaften, Lebensmittelwissenschaften, Energiemanagement und Klimaschutz lehrt, weil „sie ihre Fächer praxisnah und anschaulich vertritt“. Und weiter: „Sie nutzt reale Fragestellungen aus Landwirtschaft, Ernährung und Energiemanagement und greift auch Fragestellungen von Studierenden auf. Dabei nutzt sie ein breites didaktisches Portfolio, um Studierende aktiv einzubinden und eigenständiges Denken und kritische Reflexion zu fördern. Professorin Otten nutzt die Möglichkeiten ihres Fachgebiets, um mit chemischen Experimenten bei Studierenden Aufmerksamkeit für Zusammenhänge zu erzeugen.“




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