Nürnberg - Jetzt sind die Ideen der Nürnbergerinnen und Nürnberger gefragt: In den kommenden Wochen beginnt die Bürgerbeteiligung zur Urbanen Landesgartenschau. Im Fokus stehen das Projekt „Südstadt.Klima-Meile“ und der Keßlerplatz.
19.04.2026 16:00 Uhr

Die Vorbereitungen für die Bayerische Landesgartenschau 2030 in Nürnberg laufen schon seit einiger Zeit. Nun steht vor allem eines im Mittelpunkt: die Ideen der Bürgerinnen und Bürger. Unter dem Titel „Urbane Gartenschau Nürnberg“ soll weit mehr entstehen als eine klassische Ausstellung.

Neben der Aufwertung des Stadtgrabens werden auch die Altstadt und angrenzende Quartiere einbezogen, zahlreiche Plätze und Straßenräume in allen Himmelsrichtungen neu gestaltet. Damit dieses Großprojekt die Handschrift der Stadt trägt, setzen die Organisatoren auf Beteiligung.

Wie kommt man mehr Grün und besseres Klima für die Nürnberger Südstadt?

Schon im April fällt der Startschuss für die nächsten Dialogrunden. Den Auftakt macht die „Südstadt.Klima.Meile“, die ein zukunftsweisendes Projekt für mehr Grün, weniger Verkehr und ein besseres Stadtklima werden soll. Am Freitag, 24. April, sind die Nürnbergerinnen und Nürnberger ab 16 Uhr auf den Aufseßplatz eingeladen, um in Workshops ihre Vorstellungen einzubringen.

Hier geht es um konkrete Fragen: Wo kann entsiegelt werden? Wie lassen sich Aufenthaltsflächen schaffen? Und was braucht ein Quartier, damit es auch in heißen Sommern lebenswert bleibt? Die Ergebnisse fließen direkt in die weiteren Planungen ein, die im Juni mit einem Zwischenstand und im September mit einer Abschlusspräsentation fortgeführt werden.

Nur wenige Tage später richtet sich der Blick auf den Keßlerplatz. Am Dienstag, 5. Mai, beginnt dort der Beteiligungsprozess mit einer öffentlichen Veranstaltung in der Ohm-Hochschule. Bereits am Nachmittag steht ein Infostand bereit, bevor am frühen Abend drei ausgewählte Planungsbüros ihre Ideen vorstellen. Der Keßlerplatz soll künftig kein reiner Verkehrsraum mehr sein, sondern ein grüner Stadtplatz, der als Bindeglied zwischen bestehenden Grünflächen fungiert. Auch hier sind die Rückmeldungen der Bürgerschaft ausdrücklich erwünscht, bevor im Juni und Juli weitere Präsentationen folgen und schließlich eine Entscheidung über die konkrete Planung fällt.

Dass die Bürgerbeteiligung mehr ist als ein formaler Schritt, betont auch Oberbürgermeister Marcus König (CSU). Die Gartenschau werde Nürnberg nachhaltig verändern, und genau deshalb sei es wichtig, sie gemeinsam zu entwickeln. Die „Südstadt.Klima.Meile“ etwa ist als Modellprojekt für eine klimaresiliente Stadt gedacht, bei dem nicht nur Flächen umgestaltet, sondern auch neue Formen des nachbarschaftlichen Engagements entstehen können – von gemeinschaftlich geplanten Aufenthaltsbereichen bis hin zu langfristigen Patenschaften für Grünflächen.