Nürnberg - Hier kommt Nürnberg „in Bewegung“. Genau das ist das Motto auf dem Erfahrungsfeld der Sinne in diesem Jahr. Die Einrichtung auf der Wöhrder Wiese hat dazu neue Angebote, bei denen Kinder springen, laufen und balancieren.
20.04.2026 14:00 Uhr

Der Oberbürgermeister lebt’s vor. Marcus König ist als passionierter Läufer und bei täglich mehreren Terminen ständig in Bewegung. Da darf er auf dem Erfahrungsfeld zu Entfaltung der Sinne auch mal Platz nehmen und die Füße in der Luft baumeln lassen. Da er auf einem „Personenheber“ sitzt, mit dem selbst Erwachsene ganz leicht hochgehoben werden, ist König trotzdem „in Bewegung“ - genauso wie die Menschen, die in diesem Jahr die Einrichtung auf der Wöhrder Wiese in Nürnberg besuchen. Denn genau so lautet heuer das Motto.

Am Freitag, 1. Mai, beginnt hier die neue Saison mit zahlreichen neue Stationen und Angebote zu verschiedenen Aspekten der Bewegung. Neben dem Springen, Laufen und Balancieren wird zum Beispiel gefragt: Was bedeutet es eigentlich, „in Bewegung“ zu sein? Das erfahren die jungen und älteren Besucherinnen und Besucher auf dem Erfahrungsfeld, das wieder bis zum letzten Sonntag in den Sommerferien geöffnet hat.

Das Nürnberger Erfahrungsfeld „ist ein perfekter Ort für Familienunternehmungen“

Für Marcus König ist der Ort „eine echte Nürnberger Institution und vereint seit Jahrzehnten Spiel, Spaß und Lernen an der frischen Luft“. Die vom Amt für Kultur und Freizeit geleitete Einrichtung bereichere mit seinem wortwörtlich bewegenden Ansatz das bildungspolitische Angebot in der Stadt und der Region. „Es ist ein perfekter Ort für Familienunternehmungen, der Generationen zusammenzubringt.“

Für Jung und Alt geht es in diesem Jahr insbesondere darum, Körper und Geist in Schwung zu bringen. Das ist auf dem Erfahrungsfeld mit seinen 100 Erlebnisstationen zum Riechen, Tasten, Erfahren und Staunen zwar immer ein Thema, doch nun kommen zahlreiche neue Stationen und ein umfangreiches Rahmenprogramm dazu.

Die Stationen umfassen physikalische, biologische und philosophisch-kulturelle Perspektiven. Es wird Bewegungsimpulse geben, die zu Hula-Hoop, „Silly Walk“ oder Jonglage einladen. Und auf dem Bewegungsparcours, bei dem Gleichgewicht, Koordination und Kraft gefragt sind, soll der Schweiß fließen. Mit einer „Stempel-Rallye“ können Besucherinnen und Besucher auf eine Entdeckungsreise quer über das Erfahrungsfeld gehen - das Tempo ist dabei egal. Anders als beim „Stöcke fangen“, wo Schnelligkeit gefragt ist.

„In Bewegung zu sein bedeutet für uns aber nicht nur: höher, weiter, schneller zu denken, sondern auch, alle mitzunehmen, neue Perspektiven aufzuzeigen und ein achtsames Miteinander zu fördern“, sagt Annekatrin Fries. Sie leitet das Amt für Kultur und Freizeit, das sich stark für Inklusion einsetzt und deutlich machen will, wie wichtig es ist, Menschen mit und ohne Behinderung und mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln sichtbar zu machen. Dabei sollen Angebote wie „Begegnungen im Stillen“ und „Mit Händen sprechen“ helfen, bei denen Gehörlosigkeit erfahrbar wird und Grundkenntnisse zur Gebärdensprache vermittelt werden.

Im August warten auf dem Erfahrungsfeld Hüpfballwettrennen und Fußballakrobatik

Das Rahmenprogramm wird 2026 ebenfalls bewegungsreich. Beim „Bewegungstag Ball“ am Sonntag, 16. August, gibt es Aktionen zu lustigen Fußballspielen, Jonglieren, Handball, Hüpfballwettrennen oder Fußballakrobatik – hier ist nicht nur für Fußballfans etwas geboten. Und auch im Werkstattzelt bewegt sich so einiges. Gemeinsam mit der blinden Künstlerin Silja Korn können Besucherinnen und Besucher fühlbare Kunstwerke erschaffen (Samstag, 6. Juni), aus verschiedenen Materialen Kreisel bauen (Dienstag, 30. Juni, bis Freitag, 3. Juli), Papierflieger-Modelle falten (Dienstag, 7., bis Sonntag, 12. Juli) oder aus Holzklötzen Monster gestalten (Dienstag, 21., bis Sonntag, 26. Juli).

Erfahrung_hip_010525_06
Vor allem für Familien ist das Erfahrungsfeld immer einen Besuch wert. © Stefan Hippel

Dass das Erfahrungsfeld nicht nur für die Jüngsten, sondern für alle ist, zeigen Führungen für Seniorinnen und Senioren und eine „Großeltern-Woche“ (Montag, 24., bis Sonntag, 30. August). „Alt“ im Sinne von lange Jahre dabei sind übrigens auch die vielen Sponsoren und Förderer, die das Erfahrungsfeld überhaupt möglich machen. Einige tauchen sogar im Programm auf, wie die N-Ergie in der „Wasserwoche“ (Dienstag, 9., bis Freitag, 12. Juni) oder die Sparda-Bank Nürnberg, die das Umwelt- und das Bienenzelt ermöglicht. Auch der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg, das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg und der Verlag Nürnberger Presse gehören zu den vielen Firmen, Organisationen und Vereinen, die das Erfahrungsfeld „in Bewegung“ halten.

Das Erfahrungsfeld hat von 1. Mai bis 13. September geöffnet, immer Dienstag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr. Außerdem am Samstag von 13 bis 18 Uhr und sonn- und feiertags von 10 bis 18 Uhr. Eintrittspreise: Erwachsene 9,50 Euro, Kinder und ermäßigt 8 Euro. Alle Infos auch unter www.erfahrungsfeld.nuernberg.de