Langenzenn - In Langenzenn formiert sich eine Initiative, das neue Bündnis für Demokratie, geplant werden Aktionen, Helferinnen und Helfer sind willkommen.
20.04.2026 08:01 Uhr

In Langenzenn hat sich ein „Bündnis für Demokratie“ gegründet. Beim ersten Treffen im Kulturhof zeigte sich schnell, dass die Initiative auf breite Zustimmung stößt – auch seitens des neuen Bürgermeisters Christian Ell (CSU). Rund 60 Interessierte waren der Einladung gefolgt, das Bündnis zählt derzeit knapp 90 Mitglieder.

Langenzenn solle zu einer „Bastion der Demokratie“ werden, gab Initiatorin Karin Göckel die Richtung vor. Entscheidend sei ein positiver Ansatz: Angesprochen seien alle Bürgerinnen und Bürger, die sich zu demokratischen Werten bekennen, unabhängig von Parteizugehörigkeit oder politischer Prägung.

Aktionen sollen Dialog und Respekt fördern

Ziel des Bündnisses ist es, Demokratie im digitalen wie im öffentlichen Raum sichtbar zu stärken – mit positiven Bildern, gemeinsamen Erlebnissen und klaren Botschaften. Polarisierung und Grabenkämpfen wolle man bewusst entgegentreten. Dass dies gelingen kann, habe man bereits bei den Demonstrationen im Januar und März gezeigt, so Göckel. Dort beteiligten sich unter anderem Vertreter aller demokratischen Parteien in Langenzenn.

Auch die nächste Aktion folgt diesem integrativen Ansatz. Fotograf Nicolas Sportelli stellte die „1. Langenzenner Frühlingstafel“ vor, die am 1. Mai von 10 bis 14 Uhr auf dem Marktplatz stattfinden soll. Die Idee: Bürgerinnen und Bürger bringen Speisen und Getränke mit, teilen sie mit ihren Tischnachbarn und kommen ins Gespräch. Eine kleine Bühne bietet Raum für Musik und kurze Wortbeiträge.

Konzepte für Jugend und Vereinsgründung

Kinder können zudem ein sechs Meter langes „Bild der Demokratie“ gestalten, das bei den Langenzenner Kunsttagen (Lakuta) vom 25. bis 27. September im alten Hallenbad ausgestellt werden soll. Für die Veranstaltung werden noch Unterstützer und Sponsoren gesucht.

Um die Arbeit langfristig abzusichern, ist noch in diesem Jahr die Gründung eines Vereins geplant. Interessierte können sich per E-Mail an Karin Göckel wenden (k.goeckel@gmx.de). Zudem ist das Bündnis kürzlich der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg beigetreten.