
Durchsuchungen in der linken Szene am 11. März in Nürnberg, Fürth, Baiersdorf, Hersbruck, Heroldsbach, Schwaben, Niederbayern sowie in Leipzig und im hessischen Münster haben für Empörung gesorgt. Der Grund für die überraschenden Besuche in den frühen Morgenstunden: Der Verdacht, dass es in Nürnberg bei einer Demonstration im April 2025 gegen das „Team Menschenrechte“, das aus Querdenkern, Rechtsextremen und AfDlern besteht, zu Landfriedensbruch gekommen sein soll. Die Ermittlungen der Polizei hierzu laufen noch.
Jetzt haben in einer gemeinsamen Solidaritätsbekundung mit den Betroffenen der Hausdurchsuchung 25 Organisationen aus Nürnberg und darüber hinaus das Vorgehen von Polizei und Staatsanwaltschaft als „Einschüchterungskampagne“ verurteilt. Unter den Unterzeichnenden sind zahlreiche Verdi-Vertreter, darunter der Bezirksvorstand des Präsidiums Mittelfranken, Elke Härtel, Birgit Nebl-Doser und Florian Mader. Aber auch die Verdi-Jugend, da es in ihren Reihen zu Durchsuchungen im März durch die Polizei gekommen ist.
„Pflicht, uns Rechtsextremismus in den Weg zu stellen“ - Nürnberger Organisationen bekennen sich solidarisch
Auch aus der Politik gibt es Unterstützung: Darunter der Kreisverband Nürnberg von Bündnis90/Die Grünen, die Linke Nürnberg und die Politbande. Solidarisch zeigen sich zudem die Fachschaft Sozialwissenschaften der Technischen Hochschule Nürnberg Georg-Simon-Ohm, das Bündnis Nazistopp, die Naturfreunde Nürnberg-Mitte, sowie die Betriebsräte der AWO Nürnberg Beate Heinert und Bernd Moser.
In der Erklärung heißt es: „Gerade wegen unserer Geschichte als Stadt der Reichsparteitage und NSU-Morde ist es unsere Pflicht als Stadtgesellschaft, uns Rechtsextremismus klar in den Weg zu stellen.“ Ungehorsamer Protest, wie beispielsweise Sitzblockaden und friedliche Störaktionen, seien ein notwendiges Mittel für die „Verteidigung demokratischer Mindeststandards gegen autoritäre Umtriebe“, so die Unterzeichnenden.
Folgende Organisationen haben die Erklärung unterzeichnet:
ver.di Jugend Bayern, ver.di Jugend Mittelfranken, ver.di Arbeitskreis Antifaschismus und Antirassismus, ver.di Mittelfranken, Präsidium des Bezirksvorstandes: Elke Härtel, Birgit Nebl-Doser, Florian Mader. Migrationsausschuss ver.di Mittelfranken - i.A. Präsidium: Charlotte Johnson, Junge BAU Mittelfranken 1, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Landesvereinigung Bayern sowie Kreisvereinigung Nürnberg/Fürth, Politbande Nürnberg, Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Nürnberg, Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Nürnberg, Arbeitskreis Gegen Rechts, Grüne Jugend Nürnberg, Die Linke Nürnberg Stadt & Land, Linksjugend [‚solid] Nürnberg, LINKE LISTE Nürnberg, Fachschaft Sozialwissenschaften der Technischen Hochschule Nürnberg Georg-Simon-Ohm, Nürnberger Bündnis Nazistopp, SJD - Die Falken Unterbezirk Nürnberg, Naturfreunde Nürnberg-Mitte, FiA - Feminists in Action e.V., Migrantifa Nürnberg, FridaysForFuture Nürnberg, Rote Hilfe e.V. Nürnberg-Fürth-Erlangen, Wut und Trotz, Interventionistische Linke Nürnberg, Beate Heinert (Betriebsrätin AWO Nürnberg), Bernd Moser (Betriebsrat AWO Nürnberg).



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