Landkreis Ansbach/Nürnberg - Mehrfach bis auf wenige Meter aufgefahren und rechts überholt - auch über den Standstreifen: Ein Autobahn-Rowdy hat mit seinem Kleintransporter auf der A6 zwischen Ansbach und Nürnberg für Aufsehen gesorgt. Doch nun hat der Fahrer mehrere Probleme.
20.04.2026 11:59 Uhr

Wer kennt es nicht? Autobahn-Rowdys fahren dicht auf und überholen rechts. Mehrere Autofahrer sind am Sonntag auf der A6 zwischen Ansbach und Nürnberg, in Fahrtrichtung Osten, massiv vom Fahrer eines Kleintransporters bedrängt worden. Nun ermittelt die Polizei wegen Gefährdung des Straßenverkehrs - doch das ist nicht alles.

Wie ein Sprecher der Verkehrspolizei Feucht berichtet, fiel ein 30 Jahre alter Fahrer eines Kleintransporters am Sonntag gegen 12.25 Uhr negativ auf der A6 auf. Zwischen den Anschlussstellen Neuendettelsau im Landkreis Ansbach und dem Autobahnkreuz Nürnberg Ost gab es gleich mehrere Vorfälle.

Los ging es laut dem Polizeisprecher grob auf Höhe des Parkplatzes Auergründel, wo der 30-Jährige mit seinem Kleintransporter in Richtung Waidhaus unterwegs war und die linke der zwei Fahrspuren nutzte. Auf diesem Fahrstreifen fuhr auch ein 45-jähriger Autofahrer.

Auf der A6 zwischen Ansbach und Nürnberg: Kleintransporterfahrer überholt über den Standstreifen

Der Lenker des Kleintransporter soll bis auf wenige Meter auf den Wagen des 45-Jährigen aufgefahren sein. Laut dem Polizeisprecher soll der 30-Jährige zwei Mal versucht haben, rechts zu überholen. Beim zweiten Anlauf gelang dem Kleintransporterfahrer dies auch, wobei er auf Höhe des Fahrzeugs des 45-Jährigen, direkt vor das Auto wieder auf die linke Spur zog. „Der 45-Jährige musste stark bremsen um einen Zusammenstoß zu verhindern“, heißt es im Polizeibericht. Das wollte sich der 45-Jährige nicht gefallen lassen, er verfolgte den Kleintransporter und verständigte die Polizei.

Der Fahrer des Kleintransporters habe auf seinem Weg Richtung Nürnberg auch weiterhin aggressives Fahrverhalten an den Tag gelegt, sei auch bei anderen Fahrzeugen dicht aufgefahren und habe rechts überholt - teilweise sogar über den Standstreifen. Der 30-jährige Verkehrsrowdy sei dabei jeweils dicht vor den Fahrzeugen wieder auf die linke Fahrbahn eingeschert.

Nach Manövern auf der A6 bei Nürnberg: Verkehrsrowdy musste mit zur Polizei-Dienststelle

Die Polizei entdeckte den Kleintransporter auf der A6 und stoppte ihn an der Anschlussstelle Langwasser-Süd. Doch bei der Kontrolle fiel noch mehr auf: Als die Polizisten bei dem 30-Jährigen unter anderem einen Alkohol- sowie Drogentest durchführten, stellten sie fest, dass dieser positiv auf verschiedene Betäubungsmittel anschlug. Die Polizisten nahmen den 30-Jährigen daraufhin mit, er musste sich einer Blutentnahme unterziehen. Die Weiterfahrt wurde ihm untersagt. Nun erwartet den Verkehrsrowdy eine Strafanzeige, unter anderem wegen Straßenverkehrsgefährdung.


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