Schwanstetten - Marianne und Rudolf Kißkalt feierten in Schwand ihre Eiserne Hochzeit mit Familie.
20.04.2026 12:22 Uhr

Marianne und Rudolf Kißkalt aus Schwand feiern in diesem Jahr ihre Eiserne Hochzeit. Das Ehepaar blickt auf 65 gemeinsame Jahre zurück. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, Norbert und Sandra, sowie vier Enkel und drei Urenkel. Die beiden lernten sich bereits in der Schulzeit kennen, kamen sich aber erst später in Schwand am Sportplatz näher. Marianne beobachtete damals Rudolf, der als rechter Verteidiger im Fußballverein spielte. Nach Angaben des Marktes Schwanstetten war dieser Moment entscheidend für ihre gemeinsame Zukunft.

Marianne wurde als Tochter von Marie und Xaver Kappeller geboren und wuchs mit zwei Brüdern und einer Schwester auf. Ihr Leben ist eng mit Schwand verbunden. Sie wurde in der Johanneskirche Schwand getauft, konfirmiert und kirchlich verheiratet. Nach der Grundschule besuchte sie zwei Jahre die Handelsschule in Schwabach. Beruflich arbeitete sie zunächst beim Autohaus Feser in Schwabach, später bei Auto Greissinger in Nürnberg. Schließlich übernahm sie die Leitung des Schreibdienstes bei der Berufsgenossenschaft Feinmechanik und Elektrotechnik in Nürnberg. Mit 60 Jahren wechselte sie in die Altersteilzeit.

Verkehrsunfall 1969 veränderte Mariannes Leben grundlegend

Ehrenamtlich engagierte sich Marianne als Schriftführerin beim 1. FC Schwand und im Diakonieverein sowie als Kassiererin in der Kindertagesstätte Purzelbaum. Sie gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Kirchenchores Schwand und war bei den Turnern des 1. FC Schwand aktiv. Ein Verkehrsunfall im Jahr 1969 prägte ihr Leben. Sie erlitt einen Kniegelenksersatz und eine Oberarmfraktur. Seit Jahren ist sie Dialysepatientin. Nach einem Sturz im Jahr 2025 mit Oberschenkelhalsbruch ist sie auf den Rollstuhl angewiesen. Die Diakonie betreut sie zu Hause.

Rudolf wurde in Nürnberg geboren und kam 1943 kriegsbedingt nach Schwand, wo er mit drei Schwestern und einem Bruder aufwuchs. Nach der Grundschule absolvierte er eine Maurerlehre bei der Firma Oswald. Später arbeitete er als Fahrer bei der Firma Distler in Rednitzhembach. Durch ein Gespräch mit Mariannes Chef nach ihrem Unfall erhielt er die Möglichkeit, in der Registratur der Berufsgenossenschaft zu arbeiten. Er wurde Registraturleiter und blieb dies bis zum Ende seines Berufslebens. 2021 trat er in die Altersteilzeit ein.

Eigenbau und Familientradition - Das Haus in Schwand als Mehrgenerationenwohnsitz

Rudolf war Mitglied im 1. FC Schwand, in der Feuerwehr Schwand sowie im Freundeskreis La Haye du Puits. Er spielte selbst Fußball und bewies 1964 handwerkliches Geschick beim Bau des gemeinsamen Hauses. Mit Unterstützung seiner Sportkameraden und seines Schwagers Sebastian errichtete er das Gebäude eigenständig. Das Haus ist heute weiterhin Mittelpunkt der Familie. Nach Umbauten lebt Enkelin Maxi mit ihrem Ehemann Florian und Sohn Aaron im ersten Stock. Durch die Unterstützung der Kinder und Enkel können Marianne und Rudolf in ihrem Zuhause wohnen bleiben.

Gemeinsame Reisen führten das Ehepaar nach Norwegen, Hopfgarten in Tirol, La Haye du Puits in der Normandie sowie nach Bad Griesbach im Rottal. Auf die Frage nach dem Geheimnis ihrer langen Ehe antworten beide: „Ruhig mal streiten, aber dann auch wieder versöhnen - und manchmal einfach auf Durchzug schalten.“.