
Der Samstag sah den 1. FC Nürnberg mal wieder im Abstiegskampf, allerdings nur als freundlichen Beobachter. Dynamo Dresden schaute im Max-Morlock-Stadion vorbei und die Sachsen brauchen jeden Punkt dringend, um nicht zurück zu müssen in die 3. Liga. Zur Unterstützung mitgebracht hatten sie knapp 10.000 lautstarke Fans.
Club-Trainer Miroslav Klose wollte zwar noch nicht ganz den Blick von der Abstiegszone wenden, sechs Spieltage vor dem Saisonende sollte sich das für den 1. FC Nürnberg aber erledigt haben. „Interne Ziele“, hatte Klose vor dem Spiel gesagt, habe man aber schon noch. Eines davon: Anders als vor einer Woche in Braunschweig mal wieder ordentlich Fußball spielen. Das gelang dann allerdings nur in Ansätzen und nur in der ersten Halbzeit. Nach 90 Minuten hatte der Club völlig verdient 0:2 (0:0) gegen das Kellerkind von der Elbe verloren.
Gegen die Sachsen hatte Klose erneut seiner Startelf aus dem Eintracht-Spiel vertraut, auf der Bank fehlte Ersatztorwart Christian Mathenia, nachdem der zu Beginn der Woche mit hohem Fieber nicht hatte trainieren können. Auf dem Platz startete Dynamo durchaus mutig und kam zu ersten Halbchancen, ehe der Club auch in die Partie fand. Vor allem über den starken Mohamed Zoma wurden die Gastgeber gefährlich: Berkay Yilmaz aber traf nur das Außennetz (10. Minute), Zoma selbst setzte eine gute Möglichkeit aus kurzer Distanz neben das Tor.
Kein Vorteil für den 1. FC Nürnberg
Es entwickelte sich eine einigermaßen muntere Partie, die deshalb nicht hochklassig war, weil beiden Mannschaften zu viele einfache Fehler unterliefen. Friedrich Müller traf per Kopf den Innenpfosten des Nürnberger Tores (18.) und Julian Justvan setzte seine Direktabnahme ein wenig zu hoch an (23.).
Der größte Aufreger des ersten Durchgangs folgte dann in der 35. Minute, als der schnelle Zoma seinem Gegenspieler Julian Pauli schon enteilt war und dann zu Boden gerissen wurde. Schiedsrichter Felx Bickel wollte keine Notbremse erkannt haben und war damit sehr alleine - allerdings meldete sich auch der Videoschiedsrichter nicht zu Wort.
Mit elf Dresdner Spieler ging es deshalb etwas überraschend in die Pause, das 0:0 war verdient. Das überschaubare Niveau konnte die Partie nach der Pause dann nicht halten, was unter anderem daran lag, dass Dynamo nach 55 Minuten in Führung ging. Der Club hatte sich in Person von Fabio Gruber und Berkay Yilmaz auf seiner rechten Abwehrseite zu leicht ausspielen lassen, nach der Hereingabe von Vincent Vermeij traf Henri Koudossou aus kurzer Distanz ins eigene Tor.
Dynamo tat wollte nun nichts mehr tun für ein ansehnliches Spiel, die Club konnte nicht. Obwohl Klose mit Finn-Ole Becker und Rafael Lubach Spielstärke einwechselte, war es erschreckend, wie ideenlos das Spiel seiner Mannschaft daherkam. Die Quittung gab es in der 83. Minute: Dynamo befreite sich mit einem langen Ball Ben Justus Bobzien setzte sich mit Leichtigkeit gegen Justin von der Hitz - 0:2. Der Abstiegskampf dürfte den Club in den kommenden Wochen doch wieder etwas beschäftigen - und nicht nur deshalb, weil die Gegner Bielefeld, Magdeburg und Fürth heißen.



3 Kommentare
ulfo
..in Nürnberg und in Fürth bekommt man seit geraumer Zeit nur noch Mager-Dauerkost geboten! Der fränkische Fußballfreund denkt mit Wehmut an wesentlich bessere Zeiten zurück - hat man hier schon vor längerer Zeit die Zukunft verschlafen?
14.04.2026 21:41 Uhr