
Sowohl in der Stadt Schwabach und noch mehr im Landkreis Roth, speziell in der Kreisstadt selbst, dünnt der Einzelhandel und mancherorts auch die Gastronomie zusehends aus. Dabei haben die potenziellen Kunden und Kundinnen mehr Geld im Geldbeutel als beispielsweise in Metropolen wie Frankfurt. Das zeigt eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), die 400 Städte und Landkreise in punkto Kaufkraft unter die Lupe nahm. Die Finanz- und Bankenmetropole Frankfurt kam da auf Platz 396. Die Stadt Schwabach dagegen auf einen ordentlichen Platz 23; nur wenig dahinter, nämlich auf Platz 26, folgt der Landkreis Roth.
Zur Grundlage der Studie: Ob eine Region ein hohes oder niedriges Kaufkraftniveau aufweist, hängt zum einen davon ab, was nach Abzug von Steuern und Sozialbeiträgen von den Bruttoeinkommen verfügbar ist; und zum anderen von den Preisen, die regional für die Lebenshaltung zu zahlen sind.
Ist beispielsweise die Miete besonders hoch, kann selbst ein hohes Einkommen schnell zu einer unterdurchschnittlichen Kaufkraft führen.
Das IW hat die Kaufkraft für 400 Landkreise und kreisfreie Städte berechnet. Die aktuellen Daten beziehen sich auf das Jahr 2023.
Studie zur Kaufkraft: Die Ergebnisse in der Region in der Rangfolge mit Schwabach und dem Landkreis Roth
Und so sieht das Ergebnis in der Region der Rangfolge nach aus:
Am besten schneidet der Landkreis Erlangen-Höchstadt ab: Er liegt auf Rang 6 von insgesamt 400.
Das Nürnberger Land liegt ebenfalls weit vorne auf Rang 18
Der Fürther Landkreis kommt auf Platz 19
Die Stadt Schwabach liegt auf Platz 23
Der Landkreis Roth liegt auf Rang 26
Die Stadt Fürth kommt auf Rang 41
Der Landkreis Ansbach liegt auf Rang 50
Der Landkreis Forchheim liegt auf Rang 59
Der Landkreis Neumarkt erreicht Rang 88.
Der Landkreis Neustadt Aisch/ Bad Windsheim liegt auf Rang 105
Der Landkreis Bayreuth auf Rang 108,
Der Landkreis Bamberg erreicht Rang 136,
Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen erreicht Rang 170
Im Vergleich mit den Landkreisen schneiden die meisten Städte - mit Ausnahme von Fürth und Schwabach - schlechter ab.
Die Stadt Erlangen liegt auf Platz 229
Die Stadt Ansbach erreicht Rang 293
Die Stadt Bayreuth kommt auf Rang 308
Die Stadt Bamberg liegt auf Rang 318
Das Schlusslicht bildet die Stadt Nürnberg. Sie liegt im bundesweiten Vergleich mit Rang 347 eher am unteren Ende der Skala.
Insgesamt ist die Kaufkraft in Bayern der Studie zufolge am höchsten. Spitzenreiter ist mit Heilbronn aber eine Stadt in Baden-Württemberg. Das überrascht, weil sich in den Top-Ten ansonsten nur Landkreise tummeln. Knapp hinter Heilbronn folgt der Landkreis Starnberg auf dem zweiten Rang.
Hohe Mieten schwächen Kaufkraft - gerade in großen Städten ein Problem
Ganz am Ende des Rankings finden sich strukturschwache Städte wieder, etwa Herne, Bremerhaven, Duisburg, Gelsenkirchen und Offenbach. Aber auch viele andere Großstädte schneiden, nicht zuletzt wegen ihrer hohen Wohnkosten, schlecht ab.
Das gilt auch für die deutschen Metropolen. Stuttgart kommt auf Platz 249, dahinter folgen Hamburg (Platz 331), Köln (Platz 343), Frankfurt (Platz 358) und Berlin (Platz 383). Relativ gut schlagen sich von den sogenannten Super Cities lediglich München (Platz 68) und Düsseldorf (Platz 101).


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