Fürth - Keine U-Bahn, weniger Busse: Am heutigen Dienstag, 14. April, müssen Fahrgäste wieder Geduld beweisen und umplanen. Der Warnstreik im ÖPNV hat in Fürth erneut größere Auswirkungen. Was es zu beachten gilt.
14.04.2026 08:42 Uhr

Wer am heutigen Dienstag, 14. April, in Fürth den ÖPNV nutzen möchte oder muss, muss sich vor der Fahrt gut informieren. Denn seit 4 Uhr morgens und 24 Stunden lang kommt es wegen des erneuten Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi zu Einschränkungen. Vollkommen lahmgelegt ist dabei die U-Bahn; sie fährt zwischen Nürnberg und Fürth überhaupt nicht.

Beeinträchtigungen gibt es aber auch im Busnetz, wie die Fürther Infra über die sozialen Medien mitteilt. Erneut versucht das Unternehmen, wenigstens mit einem ausgedünnten Fahrplan den Betrieb aufrechtzuerhalten. Voraussichtlich fahren die Busse im 60-Minuten-Takt auf Basis eines eingeschränkten Streckennetzes. Die Ersatzbusse E71, E72, E73, E75, E77 verkehren im 30-Minuten-Takte, die Busse E78 und E79 verbinden bis etwa 23 Uhr unter anderem die Stadtteile Burgfarrnbach, Hardhöhe, Vach, Atzenhof, Oberfürberg und Großgründlach sowie den Flughafen Nürnberg mit der Fürther Innenstadt.

Weniger Busse, keine U-Bahnen: Am Dienstag trifft der Warnstreik wieder Fürth

Der Betrieb des Fürther Teils der U-Bahnlinie U1 liegt in der Verantwortung der VAG Nürnberg, deren Beschäftigte ebenfalls zum Ausstand aufgerufen sind. Deshalb werden die U-Bahnen am Mittwoch nicht verkehren – auch nicht in Fürth. Die VAG-Buslinien wiederum fahren voraussichtlich eingeschränkt nach dem NightLiner-Netz. Die geltenden Fahrpläne sind auf der Website der VAG zu finden. Zum Betriebsbeginn am Mittwochmorgen, 4 Uhr, sollte der Verkehr wieder regulär anlaufen.

Die Infra bittet ihre Kunden, zu beachten, dass die geänderten Fahrzeiten nicht auf den elektronischen Anzeigen an den Haltestellen angezeigt werden. Auch in der VGN-Verbindungsauskunft sind diese nicht ersichtlich. Alle aktuellen Fahrpläne sowie das Liniennetz sind unter www.infra-fuerth.de/fahrplaene zusammengestellt. An den Haltestellen sind keine Sonderfahrpläne ausgehängt. Betroffen von den Ausfällen ist auch der Schulbusverkehr. Nicht tangiert vom Ausstand sind die Züge der Deutschen Bahn. Alle S-Bahnen sowie Regional- und Fernzüge fahren ganz normal.

Hintergrund des Ausstands sind die noch immer stockenden Tarifverhandlung zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Arbeitgebern. Verdi fordert für die Beschäftigten im ÖPNV eine Lohnerhebung um 550 Euro im Monat sowie eine Verringerung der Wochenarbeitszeit. Die kommunale Arbeitgeberseite lehnt dies als nicht finanzierbar ab. Betroffen vom Streik am Dienstag sind in Bayern neben Fürth und Nürnberg auch Fahrgäste in München, Augsburg, Regensburg, Bayreuth, Dachau, Passau, Landshut und Schweinfurt.