
Hohe Löhne und Gehälter allein reichen für eine überdurchschnittliche Kaufkraft nicht aus. Mit einberechnet werden muss das Preisniveau der betreffenden Region*. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat daher diese beiden Kennzahlen zusammengeführt und eine Rangliste aus 400 Landkreisen und kreisfreien Städten erstellt.
Die bayerischen Städte und Landkreise schneiden dabei im Bundesvergleich überdurchschnittlich gut ab. Auf den Spitzenreiter in Baden-Württemberg folgen zwei bayerische Landkreise. Auf Rang zwei liegt wenig überraschend der Landkreis Starnberg – dicht gefolgt von einem weitaus weniger offensichtlichen Kandidaten, dem Landkreis Rhön-Grabfeld auf Platz drei. Die Landeshauptstadt München muss sich weit abgeschlagen mit Platz 68 begnügen.
Nürnberger Land liegt auf Platz 18
Und wie sieht es bei uns aus? Das Nürnberger Land schneidet laut Studie des IW bundes- und landesweit mit Rang 18 vergleichsweise gut ab. Auch im Vergleich mit den unmittelbaren Nachbarn steht der Landkreis gut da. Erlangen-Höchstadt liegt mit Platz sechs zwar deutlich weiter vorne, weit abgeschlagen sind aber die anderen Nachbarn: Forchheim (Platz 59), Landkreis Bayreuth (Platz 108), Amberg-Sulzbach (101), Landkreis Neumarkt (Platz 88) und Landkreis Roth (Platz 26). Nürnberg liegt mit Platz 347 im untersten Viertel der Rangliste.
Generell schneiden ländliche Gebiete in diesem Ranking oft deutlich besser ab, als Ballungsräume und Städte. Das ergibt sich aus der Korrelation aus Durchschnittseinkommen und Preisniveau – ersteres ist in Städten häufig niedriger (Kaufkraft: Nürnberg hat laut IW 26.080 Euro pro Kopf preisbereinigtes Durchschnittseinkommen, das Nürnberger Land liegt bei 32.479 Euro), das Preisniveau zum Beispiel für Wohnen und Lebenshaltung ist hingegen mitunter deutlich höher.
*Die Kaufkraft errechnet sich aus dem nominalen Durchschnittseinkommen und dem durchschnittlichen Preisniveau mithilfe des regionalen Preisindex IW und des BBSR für 2024.


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